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Oldtema Erfurt 2008

 

                                                                                                                                            

Nachdem unser fleißiger Isetta-Stammtisch-Freund Bernhard Bull erstmals einen Messestand im Osten Deutschlands auf einer Oldtimer- Messe in Halle/Saale 2007 plante, aufbaute und betreute, hat er Blut geleckt und nur wenige Wochen später vom 26 - 27.01.2008 eine    weitere Messe besucht. Ziel war die "Oldtema" in Erfurt. Zum einen für den ,,Isetta-Club’’ und zum anderen auch für die  ,,Isetta-Freunde   Rhein-Main’’. Der Kassenprüfer des ,,Isetta-Clubs’’ hat Bernhard seine Hilfe angeboten und sich mit auf die Reise gemacht. Ein großer Anhänger wurde geliehen, auf dem ein BMW 600 und eine Isetta transportiert  wurden. Auf dem Stand wurde noch eine unrestaurierte Export-Isetta (noch mit DDR-Kennzeichen) ausgestellt. Ähnlich wie bei der vorhergehenden Messe berichteten die Beiden nach ihrer Rückkehr von großer Nachfrage und sehr interessierten Standbesuchern.           Unterm Strich also alles in allem ein voller Erfolg. Schön ist auch zu lesen, dass sich andere Mitglieder innerhalb des ,,Isetta-Club’’ Forums Gedanken machen, in ihrer Region für den ,,Isetta-Club’’ Messestände zu betreuen.

Unter unserer Rubrik:  ,,Presseberichte’’  können Sie noch 2 kleine Berichte zu dieser Oldtimer-Messe lesen.

 

 

                                           Besuch beim Kleinwagen-Privatmuseum 2007

Das Oldtimer-Hobby bringt es so mit sich, dass man ständig neue Leute kennen lernt. So bekam ich vor kurzem einen Anruf aus dem Saarland von einem Herrn, der meinen Isetta-Wohnwagen samt Isetta mal vor 2 Jahren auf der ,,Veterama’’ in Mannheim hatte stehen sehen. Um sich dieses Gespann und meine weiteren Fahrzeuge, bzw. Wohnwagen in Ruhe anschauen zu können, besuchte er mich kurzer- hand mal unter der Woche. Schnell war mir klar, dass ich in Kürze ins Saarland zu ihm fahren würde, da mir die Bilder seiner Digital-Kamera von seinem Fuhrpark mehr als gefallen haben. Schon am nächsten Wochenende bin ich also mit meiner Freundin nach St. Ingbert gefahren, um mir in einer alten, aber restaurierten Maschinen- und Stahlhalle das Privatmuseum der Fam. Voit anzuschauen.Ich sage nur: sehr schön! Die gängigsten Kleinwagen bis 600 ccm sind hier vertreten. Mehrere Wohnwagen und Anhänger stehen in Reih und Glied neben einander. Dutzende Roller und viel altes Dekorations- material. Sehr schön sind die meterhohen Gemälde im Hintergrund auf der Längsseite der Halle. Sollte jemand mal den Wunsch verspüren, diese Sammlung live zu erleben, so werden nach Aussage von Herrn Voit gerne die Türen mal auf Anfrage geöffnet.

                                                                   Erfolgreicher Messestand in Halle

Erstmals war der Isetta-Club e.V. beim Oldtimer- und Teilemarkt in Halle/Saale vom 20. - 21. Okt. 2007 mit einem eigenen Stand vertreten. Als  Betreuer vor Ort war Bernhard Bull von den ,,Isetta-Freunden    Rhein-Main’’ mit seiner roten Isetta. Die Präsentation des Clubs ist sehr erfolgreich über die Bühne gegangen. Überall positive Bemerkungen der zahlreichen  Standbesucher.

Grundidee des Engagements des Isetta-Clubs in Halle / Saale war, neben den  bisherigen Messen, sich endlich auch in den neuen Bundesländern bekannt  zu machen.

Wichtig  ist, den vielen neuen Isetta-Liebhabern ein Forum zu geben, sich Anregungen zu holen, sich auszutauschen und natürlich den Club kennen zu lernen.

Wir  kennen das Hin und Her, wenn es um die Betreuung des Messe-       standes geht.  Ohne viel Umschweife habe ich mich dann bereit erklärt, dieses zu  übernehmen.

Und so begann das Unternehmen Halle.

Die  letzten Tage vor Abreise gestalteten sich eher hektisch. War es doch  meine erste Messe, die verantwortlich für den Club durchgeführt werden sollte. Ob das gut geht?

Also waren Dekorationen bereit zu stellen und schnell noch eine kleine  Ständervitrine für div. Modellautos aller Größen zu basteln (man höre  und staune: der arme Club besitzt keine. - Vielleicht findet sich ja ein Spender für ein Prachtexemplar...). Ach ja, eine Kaffeemaschine war  wichtig. Für Gäste und für mich!

Freitag, 19. Oktober 2007, 8:00 Uhr.

Zuvor  erklärte sich ein befreundeter Helfer bereit, die Isetta, den           PAV-Anhänger und den Kleinkram zu verladen. Da er sonst nichts zu tun hatte, fuhr er dann auch gleich mit (übrigens kostenfrei).

Los ging es in Richtung Halle/Saale. Ankunft 14:00 Uhr an der Messehalle in Halle.

Der erste Eindruck: Alles recht überschaubar.

In dem Stand wurden das Club-Logo, Werbeschilder und ein 50er Jahre Roller in  Position gebracht sowie einige der Jahrestreffen-Schilder an die Wand gehängt.

Samstag, 20. Oktober 2007.

Eine Stunde vor Eröffnung der Messe um 9 Uhr war ich wieder vor Ort. Die am Freitag noch ernüchternd leere Halle hat sich gefüllt. Auch reges  Treiben im Außenbereich, wo bei herrlichem, aber kühlem Wetter die letzten Stände für den Teilemarkt bestückt wurden.

Die  ersten neugierigen Blicke auf unseren repräsentativen/attraktiven Messestand. Da stand ich nun, ich armer Tor, am Stand. Denn die Zeit von 8-18 Uhr stand ich fast ausschließlich. Erstens herum, zweitens Rede und Antwort.

Schön ist es aber, sich interessierten Fragen zu widmen. Und derer waren es viele,  viele...

Und siehe da: selbst in Halle sind etwa 3 Isetten zu finden. Ferner befinden sich in der Umgebung 2-3 Isetten im Aufbau. Somit wurden natürlich Fragen nach Ersatzteilen und ,,Schrauber’’-Tipps gestellt. So weit es mir möglich war, gab ich verbale Hilfestellung zu technischen Problemen. Zum Ersatzteilversand durch den Club gab es natürlich Nachfragen. Nun, wir haben ja auch sonst noch ein paar fähige Leute im Club.

Ein  Besucher hat den IC-Internethinweis auf die Messe gelesen und ist extra  angereist. Es sei lobenswert, dass der Club nun auch den neuen  Bundesländern Aufmerksamkeit schenken will. Das wurde auch in den  Gesprächen mit anderen Besuchern deutlich und kam gut an. Überall reges  Interesse an den dort noch relativ unbekannten kleinen Autos. Sie endlich mal in echt zu sehen, nicht nur aus dem TV zu bewundern.

Thema TV: Als Leute mit Mikrofon und großer Kamera die Haller Halle durcheilten, ahnte ich, was da kommen würde. Ich sollte ein paar nette Worte über das Auto und den Club sagen. Habe es versucht. Am Montag konnte ich dann in ,,TVHalle’’ die Wochenendberichterstattung bewundern (eine CD der Aufzeichnung liegt mir vor).

 

                                 Oldtema Halle/Saale 2007

Bei all  den, dem Club dienenden Aktivitäten fiel mir auf, dass viele Besucher schmunzelnd und demutsvoll das Autochen mit dem kleinen Anhänger, einen  ,,Exoten’’, bestaunten und rege Probe saßen. Einer fragte,  ob man ,,so Etwas’’ (die Isetta) auch mal fahren könne? Zuerst mein ,,Nein’’, dann die mögliche Aussicht auf das Messeende (mehr darüber später).

Der erste Tag ging mit einem kleinen Rundgang über das Gelände zu Ende.  Zusammenfassend dazu bemerkte ich, dass der Teilemarkt - logischerweise - überwiegend mit Ostmarken bestückt war. Teilehändler und -sucher für Isetta & Co. haben dort - meiner Einschätzung nach - vorerst keine Chance (aber auch im Westen ist der Markt für Isetta ja nicht mehr so toll).

Auf zum  letzten Akt - Sonntag 21. Oktober 2007, 8:00 Uhr.

Messestand wieder her richten. Bis ca. 13 Uhr eigentlich das gleiche Spiel wie am Samstag. Fragen - Antworten.

Neue Isettabesitzer und -restaurierer kennen gelernt und den Club empfohlen.

Und dann stand er da. Der junge Mann von gestern. Noch vor Messeende. Da mein Helfer kränklich war, packte er beim Standabbau mit an - für den Lohn der Isetta-Mitfahrt. Und als Zugabe konnte er selbst ans Steuer. Er war hin und weg. Der Nachwuchs an Isetta-      Liebhabern- und begeisterten ist vermutlich gesichert.

Vielleicht tritt er ja dereinst mit einer Isetta in Halle an und auch in den Club ein.

Jetzt  noch schnell die Isetta verladen. Den Anhänger konnte ich auf dem Messegelände bis Montag stehen lassen. Nach all dem Stress - nun schon ca. 18 Uhr - wollte ich mir eine geschwindigkeitsgedrosselte Heimfahrt von rund 6 Stunden noch am Sonntag ersparen.

Montag: ausschlafen, Abreise vom Messegelände um 11 Uhr und reibungslose, staufreie Heimfahrt. Die Messe war gelaufen. Fazit: recht anstrengend, doch für den Club, denke ich, letztendlich als Erfolg zu verbuchen und das gibt natürlich Mut für weitere Aktivitäten.

Bernhard Bull

Frankfurter Fastnachtszug  2007

,,Die Spinner’’ (ein Frankfurter Fastnachtsverein) suchten für ihr 50er- Jahre-Motto ,,50 Jahre Spinner’’ ein passendes Auto als Deko, zumal in ihrem Fastnachtsorden eine Isetta abgebildet ist. Und sie wurden bei Bernhard Bull fündig.

Am Fastnachtssamstag wurde das ,Ding’ mit einem Gabelstapler auf einen riesigen Transportwagen gehoben und gut verzurrt. Beim Dekorieren des Umzugswagens half Bernhard dann noch etwas mit und hoffte, alles möge gut gehen. Und am Sonntag war es dann soweit: Premiere einer Isetta beim Frankfurter Fastnachtsumzug! Zigtausende Narren konnten ,,die Spinner’’ werfend, um die Isetta herum ,,Helau!’’ rufend, betrachten. Die  Isetta hatte so die Gelegenheit auch von den honorigsten Persönlichkeiten Frankfurts bejubelt zu werden. Spät am Sonntagabend konnte die Prozedur mit dem Gabelstapler erneut beginnen. Abladen. Und dann gab es noch den Fastnachtsorden für die Isetta als Erinnerung.

                                                   25-jähriges Jubiläumstreffen in Dänemark

Über das Internet sind wir schon Wochen und Monate vorher darüber informiert worden, dass der ,,Dänische 367 Oldtimerclub’’ dieses Jahr ein 25-Jahres-Jubiläumstreffen ausrichtet. Für uns beide war klar, dass wir dort hin möchten! Ich wusste, dass an dem Dänischen Isettatreffen auch Jahr für Jahr Deutsche Isettafahrer teilnehmen. Also rief ich auf der Internetseite des Isetta-Clubs e.V. im Forum dazu auf, dass sich mehrere Isetta-Fahrer für einen Konvoi nach Dänemark irgendwo in Deutschland treffen könnten. Leider blieb dieser Eintrag ohne ernste Antwort und so bestand der Isetta-Konvoi dann auch nur aus meinem Zugfahrzeug, dem Transportanhänger und der Isetta samt Minianhänger. An dieser Stelle soll schon einmal angemerkt werden, dass all diejenigen, die ebenfalls beabsichtigt hatten, nach Aalborg/Dänemark zu fahren, es auch besser hätten tun sollen, denn es war wunderschön. Unsere Reise ging Mittwochmorgen, den 16.05.07, gegen 4:30 Uhr los. Es lag nun eine Reise vor uns, die bei einer Entfernung von über 1000 Kilometern ca. 10- 12 Stunden dauern würde. Über die leere Autobahn ließ es sich problem- los bis nach Störy-Bockenem fahren, wo unsere erste  Pause stattfinden sollte. Ich zeigte meiner Freundin Evelyn das Gelände des weltweit größten Kleinwagen-Museums von Otto und Marianne Künnecke. Leider ist das Museum derzeit bis auf weiteres geschlossen, so dass ich es ihr nicht von innen zeigen konnte. Ich habe es genossen, mal wieder auf dem Gelände zu sein - war es doch immer sehr schön, hier Isetta- und Kleinwagentreffen mitzuerleben. Anschließend führte die Reise weiter über die A7 bis zur Deutsch-Dänischen Grenze. Plötzlich hatten wir dänisches Festland unter den Reifen, und es folgten nur noch ca. 300 km auf der E45, die direkt mitten durch Dänemark führt. Dass die Dänen sehr nette und hilfsbereite Zeitgenossen sind, merkten wir schon daran, dass man uns einen kompletten Stadtplan schenkte, obwohl wir nur wissen wollten, wo in Aalborg der Campingplatz liegt. Am Campingplatz angekommen, mussten wir feststellen, dass sich weit und breit keine Isetta, kein Festzelt und auch keine Anmeldung für die Teilnehmer befand. Glücklicherweise kamen uns zwei deutsche Heinkel-Fahrer aus Pinneberg zur Hilfe, die uns mitteilten, dass 800m weiter ein zweiter größerer Campingplatz mit Festzelt und Anmeldung vorhanden sei. Am richtigen Campingplatz und Treffpunkt angekommen, wollten wir uns eine kleine Campinghütte mieten, doch wegen eines zeitgleich statt- findenden Fußballtuniers für Jugendliche waren alle Campinghütten restlos ausgebucht. Also beschlossen wir, in die angrenzende Jugendherberge auszuweichen. Leider war dort nur ein einzelnes Zimmer für eine einzige Nacht frei. Mit viel Hoffnung fuhren wir die 800 m zurück und konnten uns glücklich schätzen, dass eine einzelne Hütte für die von uns benötigten Tage aufgrund einer Absage anderer  Reise- gäste spontan für uns frei wurde. Über die ganze Zeit waren wir dann mit dem Campingplatz, unserer Hütte und den sanitären Anlagen sehr zufrieden. Nach dem Ausräumen des Autos und Abladen der Isetta fuhren wir mit dieser wieder rüber und wurden von allen herzlichst begrüßt. Mittlerweile war es ca. 18:30 Uhr und der erste Abend in Dänemark sollte gemütlich in unserer Hütte zu zweit ausklingen, da wir nach zwölfstündiger Anreise doch sehr platt waren. Am Donnerstag wurden seitens Veranstalter schon Programmpunkte angeboten. So war im Nenngeld u. a. die Besichtigung des Aalborger Aussichtsturmes enthalten. Im Konvoi von 50-60 Oldtimern ging es also auf die nur 5 km lange Ausfahrt zum Turm. Leider war dieser wegen starken Windes      nur 10 Min. vor unserem Eintreffen für diesen Tag geschlossen worden. Die Eintrittskarten sollten aber für die nächsten 3 Tage ihre Gültigkeit behalten. Das Veranstalterteam nutzte die nun freie Zeit, um eine erste praktische Prüfung der Teilnehmer mit Ihren Autos durchzuführen. Jeder Teilnehmer hatte nämlich die Möglichkeit an einer Orientierungsfahrt, einer sog. ,,Chinesen-Rallye’’ teilzunehmen. Fast alle haben dies auch getan. Die erste Prüfung bestand aus der Aufgabe, dass man mit seiner Isetta, seinem BMW 600 oder seinem BMW 700 (oder auch anderen teilnehmenden Oldies) mit verbundenen Augen genau 1 m rollen bzw. fahren sollte. Alles über einen Meter ergab 0 Punkte, von 0-80 cm          2 Punkte und von 80cm bis 1 Meter 3 Punkte. Hierbei kamen die schönsten Strecken heraus. Der Erste stoppte bei 2,40 m, der Nächste rollte ganze 40 cm, und ich durfte mir 2 Punkte abholen, mit 75 cm gefahrener Strecke. Es war unheimlich schwer, überhaupt zu spüren, ob man rollt. Ein weiteres Highlight stellte das Nachmittagsprogramm dar, und zwar mit dem Besuch des ,,Tivoli-Landes’’, einem großen Vergnügungspark für die ganze Familie, mit 45 m Freier-Fall-Turm sowie Achterbahn und vielem mehr. Die eigentliche Attraktion waren aber unsere Autos, die auf den  freien Flächen im Inneren des Vergnügungs- parks ausgestellt wurden. Nachdem auch noch Geisterbahn gefahren wurde , ging es einzeln oder in kleinen Gruppen zum Campingplatz. Für das Abendessen war dann jeder selbst zuständig. Man wusste, dass ab 18 Uhr ein großer Grill bereit gestellt wurde. Schnell standen 18-20 Mann am Grill. Die unterschiedlichsten Fleisch- und Wurstsorten lagen darauf. Es war ein richtig nettes, ungezwungenes Grillen, für das wir uns auch ausgiebig Zeit nahmen. Da merkte man die dänische Gemütlichkeit. Am nächsten Tag ging es weiter mit dem Rest der Rallye und drei letzte praktische Prüfungen waren noch zu bewältigen. Zum einen musste man mit den Oldtimern zwischen zwei Stangen durchfahren, und diese musste man vorher im Abstand von ca. 5 m so aufstellen lassen, dass nicht mehr als 5 cm beim Durchfahren zwischen den breitesten Punkten gemessen wurde. Bei der zweiten Prüfung musste man mit verbundenen Augen einen abgesteckten Parcours mit einem Schubkarren ablaufen, ohne Berührung der Stangen. Jede Berührung hätte Strafpunkte gegeben. Nicht zu vergessen, dass der Schubkarren mit den jeweiligen Mitfahrern beladen war. Diese Prüfung sorgte für das größte Gelächter. Bei der letzen Prüfung sollte man lediglich aus 5m Entfernung ein Anglergewicht in einen Eimer werfen. Somit waren alle praktischen Prüfungen absolviert.  Auch die große Orientierungsfahrt mit schrift- lichen Aufgaben lag nun  hinter uns. Schöne dänische Straßen und Strecken wurden für diese  Ausfahrt ausgesucht. An diesem Abend blieb der Grill ausnahmsweise mal kalt, da nämlich im Nenngeld auch ein Essen mit inbegriffen war. Es wurde ein großes Buffet aufgebaut mit allem was dazugehört und zeitgleich sowie anschließend sorgten zwei Live-Bands für gute Musik. An diesem Abend wurde auch kräftig das Tanzbein geschwungen (sogar im Petticoat). Der letzte Tag wurde von den meisten Fahrern genutzt, um sich den Aussichtsturm anzuschauen und von oben einen Blick über Aalborg zu genießen. Der Rest des Tages wurde von Evelyn und mir genutzt, um uns die Innenstadt von Aalborg anzuschauen. Sehr schön. Abends dann wieder mal gemütliches Grillen. Und anschließend die Siegerehrung, bei der die deutschen Fahrerteams dann leider alle leer ausgingen, was aber nicht weiter schlimm war, da es ja in erster Linie darum ging, Spaß zu haben und den hatten wir alle reichlich. Am nächsten Tag ging für die meisten schon vormittags die Heimreise los. Auch wir machten uns gegen 10 Uhr auf die lange Reise. Bei Hildesheim standen wir knappe 90 min im Stau und auf der Höhe von Göttingen nutzten wir die Chance, unserem ,,Anhängerleiher’’ von ihm zuvor ersteigerte ,,ebay’’-Artikel mitzubringen. 3 Stunden später waren wir dann geschafft aber glücklich wieder in Weiterstadt angekommen.

Fazit: lange Strecke, viel Autobahn, aber ein schönes Treffen mit netten Leuten und vor allem: schöne Autos gesehen, wie z. B. zwei komplett schwarze Isetten. Sobald der Ort für das nächste Treffen (und zwar das 26.) in Dänemark feststeht, werden wir auch wieder unsere Planungen  starten. Vielleicht schließen sich dann doch noch mehrere Isetta-Fahrer an, denn es lohnt sich auf jeden Fall!

Gruß von Florian und Evelyn.

                                                                                 Mai-Ausfahrt, die 9.

Dieses Jahr wurde die Stammtischausfahrt bereits im April gestartet. Am 27.04.07 ging’s an die Lahn, in das Umland von Limburg.           In Teamarbeit von Bernd Zimmermann und Bernd Bull wurde diese Fahrt organisiert. Im Vorfeld wurden wieder Tourenvorschläge an den Stammtisch-Abenden grob besprochen und anschließend Hotelzimmer gebucht. Für zwei Nächte war das Hotel "Niedertiefen- bacher Hof" in Niedertiefenbach-Beselich unser Zuhause (Nieder-  tiefenbach liegt ca. 7 Km von Limburg entfernt). Bevor das Hotel aber erreicht wurde, hieß es alle Teilnehmer der Fahrt am großen Treffpunkt zu versammeln. Hierfür wurde der Parkplatz der Saalburg ausgesucht.

Gegen halb 11 trafen sich hier die Isetta-Freunde Bull, Grimm, Keip, Zimmermann, Hoffelner und Fritsch. Mit Familie Bäumler wurde ca. 15 km weiter ein Aufnahmepunkt telefonisch ausgemacht. An diesem zweiten kleinen Treffpunkt - und zwar in Altweilnau - gab es einen kleinen Zwischenfall, da Bernd Zimmermann und der Rest im Schlepptau auf frischverlegte Pflastersteine eines Firmenpark- platzes fuhren, sodass die Bauarbeiter etwas stinkig waren: warum wir denn hier führen, wollten sie von uns wissen. ,,Seht ihr das denn nicht?’’ brummte einer. Bernd meinte darauf nur trocken ,,Die sollen doch froh sein, dass wir mit den Isettas die Rüttelarbeiten über- nommen haben. Kurz darauf auf dem benachbarten Parkplatz aber dann schon das gewohnte Bild: eine Autofahrerin hielt an und fotografierte uns. Sie stellte sich als Journalistin vor und fragte, ob Sie einen Bericht über uns in der Lokalpresse veröffentlichen dürfe. Den Originaltext, der am nächsten Tag im Usinger Anzeiger mit Foto abgedruckt wurde, lautete so: ,,Was stand denn da am Straßenrand und leuchtete so bunt? Die fünf kleinen, knubbeligen Autos in schwarz-weiß, rot, gelb und türkis, die am ,,Egertshammer’’ parkten, fielen allen Vorbeifahrenden sofort ins Auge. Denn es waren BMW Isetten, die um 1960 gebaut worden waren. Heute waren die ,,Isetta Freunde Rhein-Main auf dem Weg nach Limburg, zu ihrem jährlichen Wochenendausflug und hatten einen Stopp in Altweilnau  eingelegt. Mit von der Partie war auch ein BMW 700. Die auf Hochglanz polierten "Knutschkugeln" werden von ihren Besitzern liebevoll instand gehalten’’. ,,Neben anderen Oldtimern befinden sich etwa zehn Isetten im Besitz der Mitglieder unseres  Stammtisches", sagte Bernd Zimmermann, Gründer der ,,Isetta-Freunde’’.

Das war eine schöne Sache. Stolz sollte unsere Reise weitergehen.

Dann passierte ein Phänomen: mit einstimmiger Mehrheit gaben die fünf anderen Isetta- bzw. BMW 700- Besitzer Evelyn und mir das volle Vertrauen, den Konvoi an der Spitze des Feldes weiter Richtung Hotel zu fahren. Ort für Ort wurde uns aufgeschrieben und sogar eine Karte in die Hand gedrückt. Das Debakel konnte beginnen. Eigentlich heißt es ja: wer lesen kann ist klar im Vorteil. Aber zu unserer Entschuldigung muss man sagen, dass man bei demjenigen, der den Konvoi anführt und, wie abgesprochen, nach einer festen Route zum Ziel bringen soll, nicht die Isetta-Höchstgeschwindigkeit vergessen sollte. Denn diese unfassbare Schnelligkeit unserer Isetten (und das Ganze bergab) in einem schattenbedeckten Waldstück führte dazu, dass wir schon nach genau einer richtig durchfahrenen Ortschaft die korrekte Einmündung verpassten. Trotz des lauten Isetta-Motors und bei ,,full speed’’ (ca. 80 km/h) konnte ich das Raunen der anderen Isetta-Insassen bis in unsere Kapsel hören. Zum Glück konnte ich jedoch nicht sehen, wie sich die Augen verdrehten.

Naja, wie auch immer. Wir fuhren geradeaus weiter, obwohl wir rechts Richtung ,,Heinchen’’ hätten abbiegen sollen. Heinchen, immer wieder Heinchen. Wenn ich mich richtig entsinne, träumte ich nachts sogar noch vom Straßenschild ,,Heinchen’’, wie es in Form eines großen gelben Pfeiles an der Einmündung stand. Nach der verpassten Einmündung war auch keine geeignete Wendemöglich- keit vorhanden, so dass wir weiter fahren mussten. Über andere schöne Straßen kamen wir dann aber - wie soll es auch anders sein - an unserem Zwischenziel, dem Örtchen Runkel, an. Dort machten wir eine erste gemeinsame Kuchenpause im Altstadtcafé, welches eine  eigene Pralinenherstellung betreibt. Lecker war es und in unmittel- barer Nähe befindet sich auch die Burg von Runkel, die im Jahr 1159 erstmals Erwähnung fand. Anschließend noch ein Eis zum Mitnehmen und weiter ging es zu Fuß über die älteste erhaltene Brücke von 1448, die übrigens alle Hochwasser überlebt hat.Gut gestärkt fuhren wir nun ins Hotel. Nach dem Inspizieren des Hotels und dem Beziehen unserer Zimmer verabredeten wir uns zu einem Spazier- gang. Nun konnten sich auch Paula, Atze und Flori auf den langen Feldwegen ihre Pfoten vertreten. Kurze Zeit später nach dem Spaziergang trafen auch Ralf und Heidrun Kettner ein. Diese konnten uns wegen der Bauarbeiten an einer schönen Oldtimerhalle erst am Nachmittag folgen. Am ersten Abend war dann außer dem Abendessen im hoteleigenen Restaurant nichts weiter geplant. Die Isetten durften sich also bis Samstagmorgen ausruhen. Schnell verstanden sich auch alle mit  der Wirtin und Chefin des Hotels, die mit flotten Sprüchen wahrhaftig nicht geizte. Am Samstag, kurz nach dem reichhaltigen Frühstück, trafen dann auch unsere zwei ,,Leh- männer’’, Gottfried und Ursula, im Hotel ein. An diesem Samstag war dann eine Fahrt zum Motorrad-Museum nach Montabaur / Wirzen- born geplant. Später dann auch noch zum Kuchenessen nach Limburg. In dem privaten Motorrad-Museum waren unsere Isetten und Hans’ und Heidi’s BMW 700 schnell von Motorradfahrern umzingelt (wie übrigens auch später auf dem Parkplatz in Limburg).

In Limburg durften wir dann noch Paul, den Lebensgefährten von Ulla Keip, begrüßen, der uns für ein paar Stunden besuchte. Über schön zu befahrende Straßen ging es dann wieder zum Hotel.         Am Sonntag fuhr der komplette Konvoi - diesmal wieder mit dem gesamten Gepäck - nach Bad Camberg. Im Anschluss an diesen Stadtrundgang verabschiedeten wir (Evelyn und ich) uns frühzeitig von der Isetta-Gemeinde, da wir allsonntäglich auf den Fußballplatz müssen. Der Rest folgte Bernd und Karin Zimmermann auf deren Einladung zum Kuchenessen nach Sulzbach in das Restaurant "Zur Linde". Dieses Restaurant gehört übrigens einem frischgebackenen Isetta-Besitzer namens Gerd Schönstein. Er und seine Frau Bettina führen diese Gastwirtschaft, und es ist schon darüber nachgedacht worden, die Isetta-Stammtischabende demnächst bei den Schönsteins abzuhalten. Zur Jahresausfahrt ist noch zu sagen, dass es einige Jahre her ist, dass eine Ausfahrt so ganz ohne Regen- tropfen absolviert werden konnte. Positiv neben dem guten Wetter ist auch die Tatsache, dass an keinem der teilnehmenden Fahrzeuge irgendeine Panne aufgetreten ist. Die zurück gelegte Strecke lag von Freitag bis Sonntag zwischen 300 und 350 gefahrenen Kilometern. Jetzt beginnen schon die ersten Überlegungen für die nächste Ausfahrt im Jahr 2008, da diese Ausfahrt dann die 10. Stammtisch- ausfahrt sein wird.

Mal sehn, wohin es dann geht. Bad Hersfeld ist im Gespräch, aber auch Lohr am Main. Da es sich um eine Jubiläumsfahrt handeln wird, würde sich Lohr am Main anbieten, da die allererste Ausfahrt eben dorthin ging.

Für die Isetta-Freunde schrieb diesen Bericht Florian Fritsch.   Danke an Bernhard Bull, der mich mit der ein oder anderen nformation versorgt hat (nie hätte ich z. B. noch gewusst, wann denn die Burg von Runkel zum ersten Mal erwähnt wurde... :-)